© FOTO Anja Köhler

DER FLÜCHTLING / Fritz Hochwälder

Ein Haus nah einer Grenze in einem Dreiländereck in den Bergen. Hier wohnen der Grenzwächter und seine Frau. Das Land ist besetzt und die neuen Machthaber verschleppen Menschen zu Arbeitseinsätzen. Eines Nachts - der Grenzwächter ist im Nachtdienst - schützt die Frau einen Mann vor seinen Verfolgern. Viele Fragen entstehen. Wie soll er seine Flucht in das rettende Nachbarland fortsetzen? Können die Ereignisse der Nacht vor dem Grenzwächter verheimlicht werden? Welche Gefahr droht der Frau als Fluchthelferin?

MIT

Johanna Köster, Tobias Krüger und Nico Raschner

 

REGIE Bérénice HebenstreitBÜHNE UND

KOSTÜM Mira König / DRAMATURGIE Ralph Blase

LICHT Arndt Rössler

Premiere am 24.5.2019

Großes Haus / Vorarlberger Landestheater

© FOTO Anja Köhler; TEXT Vorarlberger Landestheater

Pressestimmen

„Reduziert, fokussiert, knapp und wirkungsvoll inszeniert die Wiener Regisseurin Bérénice Hebenstreit das Stück von Fritz Hochwälder.​ (...) In feinen Nuancen spielen die drei Darsteller, ohne große Gesten, konzentriert auf das Gesagte, auf ihr Gegenüber. Das befördert die Erzählung direkt zum Publikum. (…) Langer und kräftiger Applaus mit Jubelrufen am Ende des Premierenabends“

Lisa Karmann, Neue Vorarlberger Tageszeitung

„Eine bewegende Inszenierung, in der alles zusammen passt: Spiel, Videos, Licht, Kostüme, Bühnenbild und Regie.“

Wolfram Frommlet, Schwäbische Zeitung

„In Bregenz gelingt der jungen österreichischen Regisseurin Bérénice Hebenstreit ein kluger Zugriff auf das Stück. Um 19.33 Uhr senkt sich der eiserne Vorhang auf die Bühne. Und auf der schmalen Vorderbühne ist für die drei Figuren kein Entkommen mehr. Hebenstreit vertraut auf die Kraft des Textes, arbeitet die Positionen der Figuren mit Klarheit heraus, nähert sich den grossen Fragen mit Zurückhaltung. Ihr Schauspieler Tobias Krüger, Johanna Köster und Nico Raschner steigen auch mal aus ihren Figuren aus, erzählen Regieanweisungen, immer wieder wenden sie sich in kurzen Passagen direkt ans Publikum. Eine mit Gaze bezogene Wand teilt den Raum in hinten und vorne, trennt Personen und Weltanschauungen. In verhörähnlichen Videoeinspielungen, gross auf die Wand projiziert, lässt Hebenstreit die Figuren sich erklären. Ohne einen direkten Verweis auf heute zu betonen, wird deutlich, wie erschreckend aktuell Hochwälder Stück ist.“
Julia Nehmiz, St. Galler Tagblatt

„Mit Tobias Krüger als Flüchtling, Johanna Köster als Frau und Nico Raschner als Grenzwächter findet Hebenstreit eine gute Lösung, die sehr viel zu transportieren vermag. Mit Hilfe von transparenten Wänden und Filmszenen sowie einem souverän die Emotionen reduzierenden Spiel offenbart sich das Spektrum von menschlichem und unmenschlichem Handeln, das - fein angemerkt - bis in die Gegenwart reicht.“

Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten

„Fritz Hochwälder Drama „Der Flüchtling“ wird in der Regie von Bérénice Hebenstreit am Vorarlberger Landestheater zu einer eindringlichen theatralischen Skizze zur Frage, ob einem unschuldigen Menschen notfalls auch gegen das Gesetz zur Flucht verholfen werden darf.“

Wolfgang Ölz, Vorarlberger Kirchenblatt

© FOTOS Anja Köhler, Mira König

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